Die Geschichte der Zeller Wildsaumusik

Angefangen hat eigentlich alles damit dass an Fasnacht in Zell (welche bei uns einen sehr hohen Stellenwert besitzt) schon immer, auch ausserhalb der offiziellen Umzüge und Festivitäten, alte Weisen, Fasnachts- und Volkslieder von einzelnen Mitgliedern der Stadtmusik, natürlich ohne Noten (kurz: Stehgreif) gespielt wurden.

In den späten 70er und frühen 80er Jahren kristallisierten sich einige junge Männer heraus die umherzogen um Stimmung in jedes Gasthaus zu bringen. Man nannte Sie kurz „d’Hürusmusik“ da man den Regenten der Zeller Fasnacht, den „Hürus“, begleitete. Dies oft Tagelang ohne einmal zu Hause gewesen zu sein.

Auch an diversen Festivitäten der Stadtmusik konnte man des öfteren zur späten Abendstunde den typischen Hürussound hören.

Diesen Musikern eilte Ihr Ruf voraus worauf ein Wirt aus Stuttgart, welcher Verbindung zu Zell hatte, diese Musiker bat, doch bei ihm am besonderen und urigen Wildsauessen teilzunehmen und den Abend mit stimmungsvoller Musik zu umrahmen.

Von Anfangs vier, auf mittlerweile sieben Mitglieder angewachsen wurde die Einladung angenommen und während des überragenden und urigen Wochenendes kam der Name „WILDSAUMUSIK“ auf.

Schnell fand man Freunde, Fans und netten Kontakt zu anderen „nicht ganz alltäglichen“ Musikgruppen, so dass sich Engagements und Auftritte häuften und man richtige Touren organisieren musste.

Von dieser Urbesetzung sind noch heute alle dabei. Es gab jedoch auch zahlreiche Zugänge und auch zwei Frauen fanden den Weg in die Reihen der „Wildsäue“. Im Moment beläuft sich die Zahl auf fünfzehn Musiker.

Wir können, trotz dass es für alle immer nur ein Hobby geblieben ist, mittlerweile auf viele schöne Auftritte im gesamten badischen Raum, Bayern, an der Ostsee sowie Frankreich und der Schweiz zurückblicken und hoffen den Spass an unkomplizierter und doch versierter Musik ohne Noten, ohne Proben, im Liegen und den einen oder anderen Verrenkungen noch lange beibehalten zu können.